Freitag, 15. März 2013

Neue Gastfamilie


25.02.2013
Nachdem ich die letzten Tage im Packstress war, hieß es heute für mich wieder Familien wechseln. Ich freue mich zwar das es wieder neue Dinge zu lernen und andere Möglichkeiten gibt, hatte aber auch ein sehr gutes Verhältnis zu meiner zweiten Gastfamilie und wollte deshalb eigentlich gar nicht so gerne wechseln. Mein dritter Gastvater hat mich nach der Schule von meiner Zweiten Gastfamilie abgeholt. Ich wohne jetzt im Stadtbezirk Muzha, eher im Süden Taipeis, in der Nähe meiner Schule. Ich wohne jetzt in einer größeren Wohnung und auch einem größeres Zimmer. Außerdem wohnen meine Gast Oma und ein Hausmädchen aus Indonesien auch hier. Wir haben auch einen kleinen Süßen Hund. Meine Gastgeschwister wohnen nicht mehr zu Hause. Meine Gastschwester ist ca. 22 und wohnt in Seattle in Amerika und mein Gastbruder 24 in Yilan, wo er geradeWehrdienst hat. Meine Gastfamilie hat in Yilan auch ein Ferien oder Wochenendhaus wo ich dieses Wochenende auch gleich hinfahren werde. 
Am ersten Abend sind meine Gasteltern mit mir zu einem Deutschen Restaurant in der Nähe ihres Hauses gegangen, wo ich lecker Bockwurst mit Sauerkraut und Kartoffelbrei gegessen habe.

Außerdem ist heute der Geburtstag meiner Schwester, Herzlichen Glückwunsch (生日快樂) nach Deutschland und feier schön :D.

Freitag, 1. März 2013

Laternen Festival


24.02.2013
Heute war das große Laternen Festival in der Nähe von Pingxi. Trotz dem riesen großen Menschenansturm wollte ich doch nochmal nach Pingxi um das große Laternenfestival zu sehen. Diesmal hatten wir aber einen besseren Plan, wir haben mit sechs Austauschschülern einen Shuttlebus vom Taipei Zoo direkt zum Laternen Festival genommen. Schon an der Bushaltestelle war eine riesige Menschenschlange, aber durch gut Organisation mussten wir nur ca. 20 Minuten warten, da die Busse alle in einer langen Reihe fuhren, so dass man gar nicht auf einen Bus warten musste.  

Die Busfahrt dauerte ca. 1 ½  Std. dann waren wir auch schon da. In Shifen haben wir dann unglaublich viele Menschen gesehen, auch die Schienen, die in der Mitte einer kleinen Straße verlaufen, waren überfüllt mit Menschen und man konnte sich kaum bewegen. Wenn ein Zug kam, ist ein Mann mit einer Trillerpfeife über die Gleise gerannt und hat alle Menschen verscheucht.
Nachdem wir aus dem größten Menschengetümmel raus waren haben wir uns mit vielen anderen auf den Weg zu dem eigentlichen Laternen Startpunkt gemacht. Alle halbe Stunde wurde ein Countdown gemacht und eine ganze Menge Laternen wurden auf einmal gestartet. Sehr viele wurden aber auch da zwischen gestartet. Wir haben uns auch eine gekauft und fleißig auf Chinesisch, Englisch, Deutsch, Spanisch und mit Bildern bemalt. Danach sind wir zu einem großen Platz gegangen, auf dem wir ca. 15 andere Rotary Austauschschüler getroffen haben und haben die Laterne mit in irgendeinem Zeug getränkten Papier startfertig gemacht. Viele Laternen sind auch beim Start oder in der Luft in Flammen aufgegangen, unsere hat es aber gut überlebt. Ich wurde sogar von einer brennenden abstürzenden Laterne getroffen.  Nachdem unsere Laterne zwischen hunderten von anderen in der Ferne verschwunden war, haben wir uns auf den Weg zu der nahe gelegenen Bühne gemacht, von der aus schon den ganzen Abend lang Laternen gestartet wurden. Dort waren auch Fernsehkameras und Live Musik. Es gab in jeder Welle auch eine Riesen Laterne, bis zu drei Meter hoch und ich denke auch mindestens zwei im Durchmesser. Diese ist aber leider beim Start auseinander gerissen und in Flammen aufgegangen, sah trotzdem schön aus :D. Die anderen „kleinen“ Laternen sind aber alle gut weggekommen. Eine kleine  Überraschung erwartete uns noch, als wir den Rückweg nach Taipei antreten wollten und vor den, immer noch stetig fahrenden, Bussen eine lange Schlange von Menschen in fünferreihen die ganze Straße entlang zog. Wir haben uns auf den Weg zum Ende der Schlange gemacht, aber anstatt einem Ende ging die Schlange nur um die Kurve und ziemlich weit, wir sind noch nichteinmal ganz bis zum Ende gelaufen, da wir nach ca. 10 Minuten laufen einen Securitiymann gefragt haben, wie lange man denn ungefähr warten müsse. Er meinte die Schlange sei in zwei Reihen aufgeteilt, eine für die Leute, die im Bus sitzen wollen, und eine für die, die Stehen. Wie wir dann erfahren haben, betrug die Wartezeit zum Stehen im Bus ca. 3-4 Stunden. Da es schon ziemlich spät war und wir unbedingt nach Hause wollten haben wir uns dann ausnahmsweise in die Schlange hineingeschummelt und waren um ca. 10:30 wieder in Taipei. Es war zwar super anstrengend und manchmal auch ein bisschen nervig mit den vielen Leuten, aber am Ende finde ich es hat sich doch gelohnt.

Unsere Laterne
Laterne

Ende der Ferien


16.02.2013
Heute waren ein paar Leute aus Taichung hier, darunter auch ein Deutscher. Wir haben uns getroffen, sie haben sich ein bisschen von Taipei angeguckt und wir hatten viel Spaß.

18.02.2013
Heute war wieder erster Schultag, nach den langen Ferien ganz ungewohnt. Aber ich bin auch ganz froh, das es wieder losgeht und ich man wieder einen Wochenrythmus reinbekommt. 

19.02.2013
Dieses Halbjahr habe ich auch einen neuen Stundenplan, unter anderem Traditionelles Chinesisches Kochen, was ich ganz cool finde. Allerding habe ich den Kochunterricht wieder mit den geistig Behinderten aus meiner Schule, deshalb geht es ein bisschen langsam voran.

Menschenüberlauf zu Chinesisch Neujahr


15.02.2013
Diese Woche ist für drei Tage eine Japanische Freundin, die meine Gastschwester auf ihrem Austausch kennengelernt hat bei uns zu Besuch. Mit ihr wollten wir heute eigentlich alle nach Jiufen in die Kleine Stadt wo ich schon zweimal war, und danach zum Laternen Festival in Pingxi. Wir hatten allerdings schon große Probleme überhaupt in den Zug zu dem Bahnhof zu kommen wo wir umsteigen müssen. So viele Menschen habe ich vorher auf jeden fall noch nie gesehen. In dem Ort wo wir wechseln wollten hat man uns dann gesagt, dass es eine Wartezeit von ca. drei Stunden gibt, da der Menschenansturm zu groß war. Wir sind dann erst mal etwas Essen gegangen und haben uns danach entschieden einen Bus, auf den wir auch ca. 30 min. warten mussten, in einen Ort (Shifen) in der Nähe Pingxis zu nehmen. 
Die Warteschlange für den Bus.
In Shifen, wo ich auch vorher schon einmal mit Rotary war haben wir auch eine Laterne gestartet und haben uns noch ein bisschen umgeguckt. Der Weg zurück war dann etwas schwieriger, da auch dort Tausende von Menschen waren, die alle nach Hause wollten, so dass es schwierig war, sich überhaupt bis zu dem Bahnhof durch zu kämpfen. Auch wenn es viele Sonderzüge gab mussten wir ca. zweieinhalb Std. warten bis wir uns in einen überfüllten Zug quetschen konnten, um dann den langen Heimweg anzutreten. Nach einem langen anstrengenden Tag waren wir um 0:00 Uhr wieder zu Hause.


Wir haben unsere Laterne in der Nähe des Wasserfalls gestartet, jeder hatte eine Seite, hier seht ihr meine :D.

Viele Leute haben ihre Laterne von den Gleisen in der Nähe des Bahnhofes gestartet, wenn gerade kein Zug kam.




Chinesisches Neujahrsfest 2.0


10.02.2013
Heute wollten wir eigentlich Fahrräder ausleihen und eine Fahrradtour machen, aber es war alles geschlossen, deshalb haben wir einfach einen kleinen Spaziergang am Fluss entlang gemacht. Später sind wir zu einem Berg gefahren, zu dem mein Gast Opa meinen Vater immer mithingenommen hatte als er noch klein war. Auf dem Berg gibt es viele Erdbeerplantagen, die viele verschiedene Erdbeerprodukte anbieten, Eis und sogar Bratwurst mit Erdbeeren in drinnen, die haben gar nicht  so schlecht geschmeckt. Auf der Spitze des Berges ist ein Tempel. Der weg dorthin ist mit tollen lichtern ausgeleuchtet. Viele Leute machen sich schon früh morgens auf den Weg um den Berg zu besteigen so, dass sie rechtzeitig zum Mittagessen am Tempel ankommen. Außerdem wird natürlich gebetet, dazu zündet man Räucherstäbchen an (eines für jeden Gott des jeweiligen Tempels), verbrennt symbolisches Geld, opfert Früchte und vieles mehr. Wir sind auch erst im Dunkeln wieder gegangen und konnten von der Spitze des Tempels noch einen Schönen Ausblick über Taipei genießen.
Das große Tor als Eingang zum Tempel.
Ich habe auch ein paar Räucherstäbchen angezündet.


Die ganzen Opfergaben in der Haupthalle.
 11.02.2013
Heute haben wir dann auch die Fahrradtour nachgeholt. Unser Ziel war Tamsui am nördlichsten Ende Taipeis, wo der Tamsui river ins Meer fließt. Auf dem Weg sind wir in Guandu vorbei gekommen, wo es auch einen wunderschönen riesigen Tempel gibt. Im Chinesischen gibt es nicht nur den Tempel, sondern er wird eingeteilt in weiblichen Tempel Gong, so wie der in guandu oder miao (männlich), das hängt immer von dem Gott ab. Der Tempel in Guandu besteht eigentlich nur aus Kunstwerken. Ich hätte mich dort einen ganzen Tag lang aufhalten können. 
Hier sieht man den Tempel, links auch ein kleiner Turm zu erkennen, der auch mit dazu gehört.

Hier in der Haupthalle sieht man wie viele Menschen da waren und den ganzen Rauch durch die vielen Räucherstäbchen.
Leider hatten wir aber nicht so viel Zeit. Wir haben uns auch noch auf dem kleinen Wochenendmarkt umgeschaut, der aber eher einem Nachtmarkt bei Tag ähnelt, also gab es wieder viel lecker essen. Irgendwann sind wir nach einer langen fahrt in strahlendem Sonnenschein am Fluss entlang doch noch in Tamsui angekommen, wo wir unsere Fahrräder bei einer Station abgeben konnten. In Tamsui war es super voll mit Menschen, die alle das tolle Wetter genießen wollen und mit Familie oder Freunden unterwegs waren. Wir sind also ein bisschen die Promenade entlang spaziert und haben natürlich wieder fleißig gegessen. Am Schluss sind wir noch über einen Nachtmarkt gegangen und danach mit der MRT wieder nach hause gefahren. So viele Menschen hatte ich bisher noch nicht in der MRT gesehen und sowieso noch nie so viele Menschen auf einem Haufen. Wir haben uns also nach einer verhältnismäßig kurzen Wartezeit mit hunderten anderen Menschen in die MRT gequetscht um unseren einstündigen Weg nach Hause an zu treten.
Kleine Pause beim Fahrradfahren.

Hier die MRT Station.
13.02.2013
Heute waren dann mal die Freunde dran, was bei dem Chinesischen Neujahrsfest auch mit dazu gehört. Nicht so wie bei unserem Weihnachten wo es bei dem eigentlichen Fest natürlich auch um die wichtigen Menschen in unserem Leben geht, aber doch mehr um die Familie. In Taiwan trifft man sich an manchen Tagen des Chinesischen Neujahrs also auch mit seinen Freunden. Ich habe mich mit ein paar Austauschschülern in Ximen getroffen. Wir haben einfach ein bisschen rumgehangen und unsere Erlebnisse ausgetauscht und uns später noch einen Film im Mtv angesehen.
Fast alle Austauschschüler sind außerdem über die Ferien mit ihren Familien in den Süden Taiwans gereist. Meine Familie wollte auf jeden fall in Taipei bleiben, da das über Neujahr die „leerste“ Stadt Taiwans ist und der Rest Taiwan im Stau und Menschenmassen erstickt.

14.02.2013
Heute wurde ich von meinen Klassenkameraden eingeladen mit ihnen ins KTV zu gehen. Auch wenn ich kein begeisterter Singer bin und die meisten Songs sowieso nur auf Chinesisch sind, habe ich mich doch mal dazu überreden lassen.  Am Nachmittag habe ich mich mit meinem Gastvater zum Billard spielen verabredet. Er hat früher sehr viel gespielt, und da ich mich hier jetzt öfters mit meinen Freunden zum Billard spielen verabrede, wollte er auch gerne mal mit mir los.