Freitag, 22. Februar 2013

10.000 Blogaufrufe

Vielen Dank an alle Leute die meinen Blog lesen und mich so unterstützen. Vor ein paar Tagen habe ich die 10.000-er Aufrufgrenze geknackt. D.h., dass mein Blog seit dem er online ist, mehr als 10.000 mal aufgerufen wurde. Ich weiß natürlich, dass der Großteil davon meine Familie war, aber danke trotzdem allen und werde auch versuchen in Zukunft weiterhin gut zu berichten.

Am Montag wechsle ich zu meiner dritten Gastfamilie. Diese wohnt sehr nahe an meiner Schule. Dort werde ich bestimmt, auch wenn ich meine 2. Gastfamilie sehr gerne mag, eine gute Zeit haben und viele neue und interessante Dinge erleben.

Im letzten Blogeintrag über das Chinesisch Neujahr gab es ein paar Schwierigkeiten mit den Fotos am Ende. Ich versuche es morgen nochmal.

Chinesisch Neujahr


03.02.2013
Heute bin ich mit meiner Gastfamilie zu einem Nachtmarkt gegangen, der hauptsächlich in der Neujahrszeit sehr gut besucht ist, da auf diesem Nachtmarkt viele Lebensmittel und andere Sachen verkauft werden, die zum Chinesischen Neujahrsfest sehr beliebt sind. Der gesamte Nachtmarkt war mit vielen Lampions dekoriert und es waren sehr viele Menschen dort, auch wenn meine Gasteltern behauptet haben, dass die letzten Jahre mehr Leute da waren. Wir haben ganz schön lange rumgeschaut und uns auch wieder ordentlich -Entschuldigung aber diesmal wirklich- voll gefressen.
Ein kleiner Stand, der alles mögliche an Nüssen und Kernen verkauft. Im Hintergrund die vielen Menschen.
Dieser Meister malt professionell die Kalligraphie, viele Leute kaufen das speziell zum Chinesisch Neujahr.
08.02.2013
Morgen ist schon die Nacht zum Chinesischen Neujahrsfest, deswegen startet heute schon die Vorbereitung. Das wichtigste ist es, dass man einen guten Start ins neue Jahr hat. Deshalb sind alle Leute sehr fröhlich und jeder versucht Streit zu vermeiden. Außerdem gibt es so eine Art Frühjahrsputz,  alles wird aufgeräumt, die komplette Kleidung bis zum letzten Stück gewaschen und das ganze Haus wird geputzt. Mein Gastvater hat unter anderem auch den kleinen "Garten", den wir oben auf der Terrasse haben, schön gemacht. Außerdem sind wir zu einem großen Supermarkt gefahren, wo wir alles für das morgige Essen eingekauft haben. Das ganze Kaufhaus war so überfüllt, dass wir ca. 30 min. gebraucht haben bis wir überhaupt einen Einkaufswagen gefunden hatten.
Auch das Kaufhaus ist schön dekoriert und man kann natürlich auch Dekoration für das eigene Haus kaufen.
09.02.2013
Am Morgen habe ich heute mit meinem Gastvater im ganzen Haus die beschrifteten Papierrollen gewechselt. Diese sollen durch ihre Sprüche und Wünsche Glück und Gesundheit für das kommende Jahr bringen. Sie werden jedes Jahr zu Chinesisch Neujahr ausgetauscht. Dieses Jahr sind auf vielen auch Schlangen drauf, da es ja das Jahr der Schlange ist. Manche hängen sie direkt nach dem Neujahrsfest wieder ab, manche hängen sie gar nicht erst auf und bei anderen, wie in meiner Familie, bleiben sie das ganze Jahr hängen. Gelesen wir übrigens immer von oben nach unten und von rechts nach links, das ist auch in allen Büchern so.
Ich beim Aufhängen der neuen Papierrollen vorm Aufzug. Auf dem Boden sieht man noch die Alten vom letzten Jahr.
Vor unserer Haustür mit einer goldenen Schlange auf der Papierrolle zu sehen.
Nachdem wir alle gewechselt hatten, haben wir selber Dumblings gemacht. Dazu hatte meine Gastmutter schon kleine Teigtaschen vorbereitet, die wir dann nur noch mit Fleisch, Mais und Gemüse gefüllt haben. Mein Gastvater hat außerdem einen Dumbling mit einer Mandel gefüllt. Traditionell macht man es mit Geld, das war uns aber zu dreckig. Wer auch immer den Dumbling mit der Mandel/Geld bekommt, hat viel Glück im neuen Jahr und bekommt in meiner Gastfamilie außerdem 100 NT$ von meinem Gastvater :D. Es war meine Gastschwester und zwar schon bei ihrem zweiten Dumbling, da hatte ich noch nicht ein mal angefangen zu essen.
Hier sieht man wie meine Gastmutter und Gastschwester die Teigtaschen füllen.

Unten auch schon die Fertigen Dumblings. Das ist auch die Stelle wo mein Gastvater die Mandel hineinlegt.

Außerdem haben wir mit meiner Gastschwester in Kanada geskyped. Die Wichtigkeit des Chinesischen Neujahrsfestes für Taiwanesen kann man so etwa mit dem Weihnachten für Westler vergleichen. Vor dem Abendessen wurde erst einmal gebetet. Dazu wurde das Essen auf der Fensterbank aufbereitet. Die Anzahl der Speisen ist dabei sehr wichtig. Man kann zum Beispiel nie vier Früchte oder Fleischbällchen... anrichten, weil sich die Zahl 4 auf Chinesisch fast genauso anhört wie das Wort "sterben". Es bringen manche Zahlen Unglück und andere Glück. Es werden außerdem Räucherstäbchen angezündet und man verneigt sich in Richtung der Speisen. Außerdem schließt man seine Augen und wünscht sich etwas Gutes für das neue Jahr.

Zum Abendessen haben wir unsere selbstgemachten (Dumblings) Teigtaschen und vor allem lecker Hot Pot gegessen. Wir hatten diesmal scharfe und nicht scharfe Suppe. Ich mochte die scharfe Suppe lieber und habe ordentlich zugeschlagen: Fleischbällchen, Fleisch, Shrimps, Mais, Gemüse und viele andere leckere Sachen. 

Nachdem wir fertig mit essen und super satt waren, haben wir Ma-Jongg gespielt. Außerdem haben meine Gastschwester und ich von meinen Gasteltern einen roten Umschlag bekommen. Dieser Brauch ist in Taiwan so üblich, in dem Umschlag etwas Geld. Ma-Jongg ist typisch taiwanesisch und wird speziell zu Neujahr von vielen Familien gespielt. Außerdem haben wir Fernsehen geguckt. Dort hatten viele Leute traditionelle Kostüme und es gab ein paar Comedy Shows. Um 0:00 Uhr haben mein Gastvater und ich die zweite Runde Hot Pot gestartet und wieder super viel gegessen. Danach haben wir noch weiter Ma-Jongg gespielt und sind erst um ca. 3 Uhr morgens schlafen gegangen
Glücklich mit meinem Umschlag ;)



Dienstag, 5. Februar 2013

Osttaiwan Reise


31.01.2013
Um 6 Uhr Morgens habe ich mich heute schon auf den Weg zum Bahnhof gemacht, da ich von dort aus auf eine kleine Rotary Reise gestartet bin. Wir haben uns auf den Weg nach Hualien an der Ostküste Taiwans gemacht. 
So sieht es in Hualien aus
Nach drei Stunden Zugfahrt und ca. einer Std. Busfahrt haben wir endlich unser erstes Ziel erreicht. Wir haben uns Traditionelle Taiwanesische Ureinwohner angeschaut, diese haben uns ihre Traditionellen Tänze vorgeführt. Außerdem konnten wir Traditionellen Handgefertigten Schmuck und andere Dinge kaufen.
Die Ureinwohner bei einer Traditionellen Zeremonie
Nach einer weiteren Stunde Busfahrt haben wir unser hochklassiges Hotel erreicht. Es hat einen Pool, Sauna, Billard Tische, Tischtennisplatten und super leckeres Essen vom Buffet. Nach dem langen anstrengenden Tag mit langen Bus und Zugfahrten haben wir erst mal im Pool relaxed, von denen einer sogar angenehme 40°C hatte. 
(habe es leider ein bisschen verpennt Fotos zu machen :/ )
Zum Abendessen gab es leckeres Buffet mit so vielen verschiedenen Auswahlen, dass ich noch nicht mal alles probieren konnte. Es gab ein großen Salat buffet, rohen Fisch mit Wasabi und Sojasoße zum Hauptgang gab es viele verschiedene Auswahlen von Reis, Fisch und andere Meeresfrüchte, Gemüse, Nudeln (Pasta) und sogar Steak. Auch der Nachtisch kam mit Kuchen, Eiscreme und vielen verschiedenen Früchten nicht zu kurz. 
Das war das Steak
Am Ende waren wir auf jeden fall alle super satt und haben uns in der Poolbar und Lounge mit Live Sängern ausgeruht. Unsere Zimmer waren auch ziemlich groß mit extra Bad, Balkon, Fernseher und alle dem Kram, den man auf einer Rotary Reise durch Osttaiwan eigentlich gar nicht braucht.

01.02.2013
Um 7:30 Uhr am nächsten morgen mussten wir schon auschecken und zum Frühstück gehen das stand dem Abendessen auch in nichts nach, aber mir wäre ein Europäisches oder noch besser typisch Deutsches Frühstück mit Brot und Nutella, richtiger Marmelade (nicht immer nur Konfitüre), Wurst oder Käse anstelle von Dumblings (gefüllte Teigtaschen) und Weißbrot  doch viel lieber gewesen.
Wir haben uns nach dem Frühstück dann wieder mit dem Bus auf den Weg gemacht, um nach zwei Stunden endlich unser Ziel zu erreichen, nämlich einen Fluss wo Wild Rafting (ein Luftboot das von bis zu acht Leuten mit Paddeln durch Stromschnellen gesteuert wird.) angeboten wird. Dort wurden wir mit allen nötigen Sicherheitsmitteln (Westen, Helm, ein Wasseranzug) ausgestattet und in die Sicherheitsregeln eingewiesen. Danach konnte es endlich losgehen , der Fluss war an manchen stellen sehr Flach und an manchen bis zu ca. Drei Metern Tief. Auf langen Strecken zwischen den Stromschnellen wurden wir manchmal von Motorbooten gezogen oder geschoben. Das ganze hat so um die Vier Stunden gedauert, es sind manchmal auch Leute ins Wasser gefallen was auch ziemlich lustig war.
Nach einer weiteren langen Busfahrt haben wir unser Hotel für die zweite Nacht erreicht, es war eigentlich kein Richtiges Hotel, sondern eher mehrere kleine Hütten. 
Im Hintergrund sieht man noch ein paar von den Hütten
Dort gab es auch richtige Hotsprings, in denen wir uns nach dem langen Rudern und Baden im kalten Flusswasser gerne aufgehalten haben. Das Abendessen in dem Hotel war auch ganz ok, konnte aber nicht mit dem vom Vorabend mithalten.
So sah das Zimmer der zweiten Nacht aus, habe leider kein Foto in einem aufgeräumteren Zustand :D
Am Abend wurde noch ein bisschen auf der Veranda gesessen, Karten gespielt, Musik gehört und geredet
02.02.2013
Am Morgen hieß es natürlich wieder früh aufstehen, wir haben uns nämlich auf den Weg zu einem Ocean Park gemacht. 
Mit zwei solcher Busse waren wir unterwegs, auch ausgestattet mit Fernsehern.
In diesem haben wir uns eine Delphin Show, Rochen und viele andere Fische angesehen. Außerdem haben wir uns so eine Art Tanz Comedy Show angeschaut, die von weißen Leuten aufgeführt wurde. 
Ein Delphin im Sprung
Es gab außerdem so eine Art Freizeitparkt mit einer kleinen Achterbahn, Karussells usw. Das war aber wie wir fanden eher für kleine Kinder, es waren auch fast nur kleine Kinder in dem Park. Wir haben uns dort auch viel zu lange aufgehalten, außerdem war das Wetter super schlecht und es hat den ganzen Tag geregnet. Als wir zurück zum Bus gegangen sind waren alle meine Kleider total durchnässt und ich hatte auch keine Schuhe mehr, da ich die einen beim Wild rafting und die anderen im Regen im Freizeitpark durchnässt habe.
Auf dem Weg zurück nach Taipei haben wir mit dem Bus bei einem Store gestoppt, der viele verschiedene Sorten von Moa ji verkauft hat. Ich weiß leider nicht wie man das auf deutsch sagt, aber es ist auf jeden fall aus Reis gemacht und manchmal gefüllt so eine Art Süßigkeit. Da es aber sehr teuer war und ich es so wieso nicht so gerne mag, habe ich wie viele andere Austauschschüler nichts gekauft. Nach ein paar Stunden Busfahrt und vier Stunden Zugfahrt waren wir Abends um 20:00 Uhr endlich wieder in Taipei. Meine Gasteltern die sich vor meiner Abreise zum Urlaub nach Korea aufgemacht hatten sind kurz vor Mitternacht auch wiedergekommen.

Meine kleine Zusammenfassung von der Reise ist, dass wir zu viel umhergefahren sind und uns nicht genug angeschaut haben. Wir haben uns sowieso nicht so viel angeschaut, nur am ersten Tag die Uhreinwohner. Es hat natürlich trotzdem super viel Spaß gemacht mit allen Austauschschülern und den lustigen Aktivitäten. Ich fand außerdem, dass Rotary viel zu teuere Hotels gebucht hat, die überhaupt nicht nötig gewesen wären, auch wenn wir den Luxus trotzdem gerne genossen haben. Ich denke nur, dass wir von dem Geld, was wir für die Hotels ausgegeben haben, eine Doppelt so lange Reise in anderen Locations verbringen hätten können.
(ich konnte im Regen und beim Wild Rafting leider auch nicht so viele Fotos machen)